Ein irischer Archäologe behauptet, Atlantis in der Nähe der Stadt Cádiz gefunden zu haben. Michael Donnellan hat jahrelang Forschungen zu alten Zivilisationen betrieben und seine Entdeckung kürzlich auf einem Kongress in den USA vorgestellt. Er nutzte Sonar und LiDAR, um acht Jahre lang Unterwasserbilder zu sammeln.
Den Bildern zufolge sind unter anderem drei konzentrische kreisförmige Mauern zu sehen, die auffallend Platos Beschreibung von Atlantis in seinen Dialogen ähneln. Außerdem spricht er von einer rechteckigen Struktur, die auf einen Tempel hindeuten könnte, der Poseidon gewidmet war, dem Gott, der der Mythologie zufolge mit Atlantis in Verbindung gebracht wurde.
Auffällig ist, dass in dem Gebiet auch eingestürzte Mauern, rechte Winkel und große versetzte Steine zu sehen sind, was laut dem Archäologen auf menschliche Baukunst hindeutet. Er vermutet, dass die Stadt vor 11.600 Jahren durch eine Naturkatastrophe, möglicherweise einen Tsunami oder ein Erdbeben, zerstört wurde.
Michael Donnellan betont, dass es sich erst um eine teilweise Entdeckung handelt. Bislang wurde nur ein Viertel des Gebiets untersucht. Dennoch ist er überzeugt, dass sein Fund die Diskussion über die Existenz von Atlantis neu entfachen kann.
Trotz der Begeisterung des Archäologen bleibt die wissenschaftliche Welt kritisch. Viele Experten betrachten Atlantis nach wie vor als philosophischen Mythos ohne historische Grundlage. Die Bilder von Donnellan sind spektakulär, aber unabhängige Beweise fehlen bislang.
Quelle: Agenturen





